Dez 152011
 

Einladung zur Radrundfahrt „¡bleibt unverträglich!“
im Rahmen des Aktionstag <>

Samstag 17.12.2011, 13Uhr
Treffpunkt: Amerlinghaus, Stiftgasse 8 – 1070Wien

LiebesWien,
die Arbeit deiner heiligen Holding, ihr„New Public Management“, gefällt uns nicht. Du machst dich hübsch und wirst immer hässlicher; du privatisierst als wolltest du dich auflösen; du verwertest als müsstest du dich wegverdauen; du polierst, und glättest und wirst zu deinem eigenen Werbebanner. Findet dahinter noch Leben statt? Die Orte städtischen Lebens, an denen du noch involviert bist, werden großzügig bestandsfrei
gemacht; oder Subventionen an Konzepte zur wirtschaftlichen Eigenständigkeit gebunden; oder einfach Bewegungsmöglichkeiten direkt eingeschränkt; du überziehst diese Orte mit einer luftundurchlässigen
zweidimensionalen rein profitorientierten Stadtplanung um sie verschwinden zu lassen.
Davon bekommen wir Ausschlag und kratzen im Hals.
Vielleicht hörst du uns ab und zu, wenn wir durch die Straßen ziehen, weil wir Dinge wie Mietzinsobergrenzen, Bildung, Bleiberechte, Räume, und eine andere Öffentlichkeit fordern.
Wir verstehen deine Logik.
Aber, merkst du was?Wir sind nicht einverstanden.Wir interessieren uns für die Dinge, die da passieren, an den Plätzen, durch die wir uns bewegen, in der Stadt in der wir leben. Und wir wollen was anderes, wir wollen das Amerlinghaus so wie es ist, wir wollen das Epizentrum in der Lindengasse, das TüWi, einen dreckigen Karlsplatz und mit schnorren kommen wir gut zurecht.Wir glauben nicht, ein richtiges Leben im falschen führen zu können; aber wir wollen die Orte und Momente, die Unzufriedenheit aufzeigen und in denen Widersprüche gelebt werden. Denn sie laufen wider deiner aktuellen neoliberalen Standort-Verwertungspolitik – sie machen
Raum frei zum leben und denken. Das ist gut so und das soll so bleiben.

Wir lassen uns nicht glattbügeln und unsichtbar machen.
Wir bleiben ehrlich unverdaulich.
Wir lieben Unverträglichkeit!

herzlich,
deine Mitbewohner

mehr Infos unter: http://platzda.net

Okt 162010
 

Informationen
ROTE KARTE STOPPEN!
Aktionstag am 19.10.2010 gegen neuerliche Verschärfungen im Asyl- und Fremdenrecht

9:00 Treffpunkt vor dem Bundeskanzleramt (Ballhausplatz)
9:45 Ankunft Minister_innen
…10:15 Beginn Alternativer Minister_innenrat
11:00 Beginn Demo

>Ab Mittag Aktionstag an der Unis, Vollversammlungen auf allen Unis und Sternmarsch 17:30 Unirampe<

Wir wehren uns gegen neuerliche Verschärfungen im Fremdenrecht!
In der Ministerratssitzung am 19.Oktober sollen weitere Verschärfungen im ohnehin schon restriktiven und rassistischen österreichischen Fremdenrecht beschlossen werden. Der Gesetzesentwurf wird dann im Parlament diskutiert und soll mit Anfang 2011 in Kraft treten.

Die zentralen Verschärfungen sind:

1. Was unter “Mitwirkungspflicht” diskutiert wird, ist de facto Haft für Flüchtlinge in den ersten 5-7 Tagen ihres Zulassungsverfahren zum Asylverfahren (=die Zeit, in der geprüft wird, ob jemandem das Recht auf ein Asylverfahren erteilt wird). In dieser Zeit darf die Erstaufnahmestelle (Thalham, Traiskirchen, Schwechat) dann nicht mehr verlassen werden. Das bedeutet neben Freiheitsentzug die Verunmöglichung eines legalen Zugangs zu unabhängiger Rechtsberatung sowie die erschwerte Kontaktaufnahme mit Vertrauenspersonen.

2. Während dieser Zeit müssen die Flüchtlinge, zynisch genug, eine “rote Karte” bei sich tragen, die die Identifzierung durch Behörden möglich macht. Wenn sie das Erstaufnahmezentrum verlassen und von der Polizei kontrolliert werden, was systematischder Fall ist, können Verwaltungsstrafen bis hin zur Verhängung von Schubhaft folgen.
Wir wehren uns gegen die fortschreitende Kriminalisierung und Illegalisierung von Flüchtlingen. Wir fordern eine antirassistische Flüchtlingspolitik und Bewegungsfreiheit für alle.

KOMMT ZU DEN AKTIONEN UND PROTESTEN AM 19.10. UM 9.00 AM BALLHAUSPLATZ!

GEMEINSAM GEGEN DIE RASSISTISCHE POLITIK IN Ö!
VERHINDERN WIR DIE VERSCHÄRFUNGEN IM FREMDENRECHT!
BEWEGUNGSFREIHEIT FÜR ALLE

mehr unter:
http://rotekartestoppen.blogsport.de/

Okt 042010
 

Initiative für kostenlose Notschlafplätze – INKONO
Die Initiative für kostenlose Notschlafplätze („INKONO“) wurde von MitarbeiterInnen der Wiener Wohnungslosenhilfe gemeinsam mit dem Österreichischen Berufsverband der SozialarbeiterInnen, Landesgruppe Wien, ins Leben gerufen und wird von weiteren Initiativen wie LISA/FAS oder Augustin unterstützt.

Im Rahmen der Einführung der Bedarfsorientierten Mindestsicherung hat der Fond Soziales Wien (FSW) beschlossen, dass wohnungslose Menschen ab 1. September die Nachtnotquartiere nur noch 2 Monate kostenlos nutzen dürfen. Danach wird ein „Kostenbeitrag“ von 4 Euro pro Nacht bzw. 120 Euro pro Monat für die Übernachtung eingehoben. Damit wird von der bisherigen Praxis, die Schlafplätze generell kostenlos zur Verfügung zu stellen, abgegangen.

mehr Infos findest du unter:
http://wohnungslos.wordpress.com/

die Petition zum Unterschreiben unter:
http://www.ipetitions.com/petition/wohnungslos/

DEMO gegen Nächtigungsgebühren
Selbst organisiert von betroffene obdachlose Menschen gibt es einen Demonstrationsaufruf unter dem Motto „Wir lassen uns nicht unterkriegen“. Das Netzwerk KuKuMA unterstützt ebenso wie INKONO diese Demonstration und fordert dazu auf, sich mit den Betroffenen zu solidarisieren und an der Demonstration teilzunehmen!
9. Oktober 2010 – 9:00 Uhr – Christian Broda Platz

Aug 252009
 

28.09. – 03.10.09:
Aktionswoche gegen Überwachung

Kameras um fast jede Ecke, ob auf der Straße, in der U-Bahn oder im Supermarkt, biometrische Daten im Pass, Online-Überwachung, Telefonortung, Überwachung und Repression gegen Tierrechtler_innen… Die Liste privater und staatlicher Überwachungsmaßnahmen scheint endlos zu sein. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu neuen gesetzlichen “Lockerungen”.

Wir wollen uns mit Überwachung im öffentlichen Raum und den damit verbundenen Normierungsmechanismen und Rassismen auseinandersetzen, mit Überwachung im Internet und Themen wie “Selbstüberwachung” und unsensiblem Umgang mit eigenen Daten, mit staatlicher Überwachung und der damit einhergehenden Repression und und und…

Daher machen wir eine Aktionswoche zum Themenkomplex Überwachung und freuen uns, wenn ihr euch daran beteiligt, zu unseren Veranstaltungen schaut oder selbst Aktionen plant.

Euer CCTV – Central Comitee Totale Verunsicherung

Programm / Überblick

Mo, 28.09.: Überwachung – Entwicklung / Gesetzeslage / (kreative) Widerstandsformen

Di, 29.09.: Picknick gegen Überwachung (Kundgebung) + Aktion: “Google dich selbst”

Mi, 30.09.: [K]ein absurdes Theater – §278a

Do, 01.10.: Tor: Anonymität online

Fr, 02.10.: Filmabend “Meine Daten und ich”

Sa, 03.10.: Straßeninterview-Screening und Diskussion

Weiter zum Detail- Programm & Folder
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