Sep 272010
 

GGardening Flya

Ggardening Wien . . .
… ist ein offenes Netzwerk für Wiener Guerilla – Gärtner*innen.

Gemeinsam mit interessierten Menschen machen wir begrünungs- und Garten Aktionen, planen Veranstaltungen und organisieren Treffen rund ums Thema.

Pflanz dir deine Stadt!
Wir gestalten die Stadt so wie sie uns gefällt und lassen Pflanzen dort sprießen, wo Autos, Beton, Konsumzwang und Einschränkungen von Freiraum uns zu ersticken drohen. Wir sehen den öffentlichen
Raum als einen Ort, der von allen genutzt und gestaltet werden kann und soll. Mit GuerillaGardening nehmen wir uns diesen Raum zurück. Cie dabei entstehenden Gärten ermöglichen Freiräume der Begegnung, des kreativen Ausdrucks und gemeinschaftlichen miteinaders. Gleichzeitig wollen wir auf diese weise Menschen motivieren ihre eigenen Visionen einer anderen Stadt(kultur) in die Tat umzusetzen, selbst Initiative zu ergreifen statt auf das Wohlwollen einzelner Politiker*innen zu warten. Mit unseren Aktionen wollen wir den politischen Diskurs um öffentliche (Frei)Räume fördern und mitgestalten, Engagement für eigeninitiatives
gestalten wecken, die Gemeinschaft der Nachbarn stärken, Möglichkeiten der Subsistenz aufzeigen, Menschen der Stadt den Kontakt zur Natur ermöglichen und unseren Spaß am Gärtnern mit anderen teilen.

Kontakt: GGardening – Wien
Homepage: http://ggardening.blogsport.eu
e-mail: ggardening@kukuma.info

Jun 092009
 

MQ = public Space?

Nicht nur prügelte Polizist_innen und eine gestärkte Rechte sind gerade Thema;
Auch die Einschränkung von Grundrechten und Verdrängung von öffentlichen Raum hat gerade Hochsaison;

So hält es die Verwaltung des Wiener Kultur-Clusters MQ neuerdings für eine “gute Idee” das mitbringen von alkoholischen Getränken zu Unterbieten, auch Verbote gegen Skaten und andere Dinge werden nun restriktiv durchgesetzt.

“Uns ist es wichtig, dass sich alle BesucherInnen am Areal sicher und wohl fühlen und dass es ein positives Miteinander gibt.”
So das MQ in einer Stellungnahme zu den aufkommenden Prosteten. Der Schritt einzelne Dinge wie Skater_innen aus dem (wohlgemerkt öffentlichen) Raum zu verdrängen, zeigt klar wie sich das MQ immer mehr im Licht eines kommerzielle verwertbaren und funktionierenden Ortes zeigt.

“Es ist und bleibt aus Sicherheitsgründen aber notwendig, einige neue Maßnahmen zu setzen, die die besondere Atmosphäre des MuseumsQuartier aber keinesfalls stören sondern erhalten sollen. ”
Somit ist nach nun kostenpflichtigen (noch dazu preispolitisch sexistischen) WC Anlagen Zeit für weitere Verbote und Ordnungen.

du sollst nicht Fahradfahren/Skaten/Alkohol trinken/pissen/im Brunnen planschen/Musik machen/ den Raum gestalten/ …

Dieses Vorgehen stellt leider nach Absurditäten wie Bettelparagraphen und vorschreitender Überwachung von öffentlichen Plätzen und Verkehrsmitteln eine weitere Einschränkung des öffentlichen Raumes dar.

Die Leitung des MQ zeigt mit dieser Aktion den Wahren Charakter eines als “offener Kulturraum” angepriesen Areals.
Die Stadt Wien ist hiermit einmal mehr aufgefordert sich zu kultureller Vielfalt (statt Einfalt) zu bekennen, Worten Taten folgen zu lassen, und alternativen Kulturprojekten endlich den Raum zu geben den diese brauchen. Zudem soll den fortschreibenden Verlust von öffentlichen Raum entgegengewirkt werden und dieser den Menschen die in dieser Stadt leben zur Nutzung übergeben werden.

Dazu gehört auch ein wiederherstellen der PlakatFreiheit sowie ein einlösen der vielzähligen offenen Versprechungen einer freien Kulturszene gegenüber!