Sep 172013
 


Demo: No one is illegal!
English version see below;

Wann? Freitag, 20.9.2013 16 Uhr
Wo? Omofuma Denkmal/Museumsquartier, Wien

17.000 Tote an den EU-Aussengrenzen seit 1993 – Und das sind nur die dokumentierten Fälle. Die Dunkelziffer liegt um vieles höher. Griechenland und Ungarn sperren Geflüchtete, teilweise auch Minderjährige, bis zu ein Jahr unter menschenverachtenden Bedingungen in Gefängnisse; Danach droht ihnen Obdachlosigkeit. In Griechenland machen neonazistische Paramilitärs gezielt Jagd auf Refugees.

Auch in den österreichischen Asylheimen sind die Bedingungen großteils untragbar. Die Befragungen zu den Fluchtgründen werden wie Verhöre geführt, die Qualität von Übersetzungen wird von Menschenrechtsorganisationen ständig scharf kritisiert. Deshalb entstanden im Herbst verschiedene selbstorganisierte Initiativen von Geflüchteten, die sich dann im Marsch von Wien nach Traiskirchen konzentrierten. Dies markierte den Beginn der Refugeebewegung in Österreich.

Ein langer Kampf begann: Nach dem Marsch wurde trotz eisiger Temperaturen ein Protestcamp im Sigmund-Freud-Park errichtet. Wegen der Polizeirepression suchten die Refugees in der Votivkirche Schutz. Kurz nach Weihnachten räumte die Polizei schließlich gewaltsam das Camp. Die Geflüchteten starteten daraufhin einen Hunger- und teilweise sogar Durststreik, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Aufgrund von mehreren Polizeiaktionen vor der Kirche wurde beschlossen, am 3. März
ins Servitenkloster zu übersiedeln.

Trotz Versprechen der Behörden, die Asylverfahren nach einem Umzug neu aufzurollen, erhielten schon bald die Hälfte der Flüchtlingsaktivisten einen endgültig negativen Asylbescheid. Ende Juli bekamen 20 Refugees Briefe, in denen das “Gelindere Mittel” ausgesprochen wurde. Diese ausnahmslos in die falsche Sprache übersetzten Bescheide zwangen die Refugees, sich täglich bei der Polizei zu melden. Am 28. Juli wurden dann acht von ihnen bei einer dieser “Routinekontrollen” festgenommen und innerhalb weniger Tage abgeschoben. Trotz massiver Proteste – vor dem Abschiebegefängnis, am Flughafen und in Flugzeugen – konnte der Transport nicht verhindert werden.

Um das öffentliche Interesse von den Abschiebungen abzulenken, setzte man zu einem Doppelschlag an: Drei der im Servitenkloster gemeldeten Refugees wurden unter dem Vorwurf der “Schlepperei” festgenommen. Des Weiteren steht die Verwendung des sogenannten “Mafiaparagraphen” §278a im Raum, der schon mehrmals zur Kriminalisierung politischer Proteste verwendet wurde.

Solidarisch gegen Abschiebungen & Repression
Auch wenn die Refugeebewegung die Lebensbedingungen von Flüchtlingen prominent ins öffentliche Licht gerückt hat, bleiben die politisch Verantwortlichen untätig. Dabei gäbe es sehr wohl auch Möglichkeiten innerhalb des als ewigen Mantras wiederholten “Rechtsstaats”, um die Situation der Flüchtlinge wesentlich zu verbessern und Schutz zu gewährleisten. Doch solange das Innenministerium und die Regierung nicht durch einen geeinten Widerstand gegen Abschiebungen konfrontiert
wird, kommt zu keiner Änderung der rassistischen Grenzpolitik. Auch der Einsatz vermeintlicher Hilfsorganisationen führt nicht zu einem breiteren öffentlichen Dialog über die Forderungen der Geflüchteten.
Charity und Viktimisierung können einen selbstbewussten politischen Protest nicht ersetzen.

Abschiebung ist Mord!
Nach wie vor konnten wir nicht zu allen abgeschobenen Refugee-Aktivisten Kontakt herstellen. Einer der Abgeschobenen hat berichtet, dass seine Familie direkt nach der Abschiebung von den Taliban aufgesucht wurden. Der Kontakt ist nun abgebrochen. Einige andere berichten von Überwachung durch pakistanischen Sicherheitsdienste, da sie öffentlich Kritik an der pakistanischen Regierung geäußert haben. In den letzten fünf Jahren sind über 1500 Zivilist*innen bei Drohnenattacken umgekommen und 300 schwer verletzt worden. Außerdem starben 352 Personen bei Selbstmordanschlägen. Zwischen 2009-2013 wurden von terroristischen Gruppierungen 1030 Schulen und Colleges zerstört. Auch in der laut Innenministerium sicheren Provinz Punjab wurden in den letzten sechs Monaten mehr als 7000 Menschen gekidnappt, darunter auch der Sohn des letzten Regierungschefs – er ist bis jetzt verschollen.
Insgesamt gibt es im letzten Jahrzehnt über 50.000 Tote (darunter Bombenanschläge, Target Killings…) zu beklagen. Seit den Wahlen in Pakistan hat sich die Sicherheitslage noch verschlimmert. Für verfolgte Menschen gibt es in Pakistan keine “innerstaatliche Fluchtalternative”.

Deswegen muss unser Widerstand gegen die menschenverachtende Abschiebepolitik umso entschlossener weitergehen. Der Druck auf die Entscheidungsträger*innen muss weiter erhöht werden. So lange es Abschiebungen gibt, lassen wir ihnen keine Ruhe. Erst freie Menschen, dann freie Straßen!

Komm am 20.9. um 16.00 vor das Museumsquartier zum Omofuma Denkmal!
Schlusskundgebung & kreative Aktionen um 18:30 vor dem Abschiebegefängnis nahe U-Bahnstation Rossauer Lände.

Die Forderungen der Refugees sind:
1. Ein Legaler Aufenthaltsstatus. Wir können nicht in unsere Heimatsländer zurück, denn Krieg, Terror und Hungersnöte haben uns zur Flucht gezwungen.
2. Falls Österreich nicht dazu bereit ist, so löscht wenigstens unsere Fingerabdrücke aus euren Datenbanken, damit wir in anderen Ländern Schutz suchen können.

!!KEINE FLAGGEN!! Die Demonstration zielt nicht auf die Profilierung einzelner Parteien oder (N)GOs ab, sondern auf die Unterstützung des Refugee Protests

NO BORDER NO NATION STOP DEPORTATION!!! WE WILL RISE!!

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Demo: No one is illegal! English

When?
Friday, 20.9.2013 16 Uhr
Where? Omofuma Memorial/Museumsquartier, Vienna

17.000 dead at the borders of the EU since 1993 – and these are only the documented cases. The number of unreported cases is much higher. Greece and Hungary imprison refugees, even minors, for up to a year under inhuman conditions. Afterwards they face the threat of homelessness. In Greece, neo-nazi paramilitary organisations hunt down refugees.

The conditions in Austrian asylum centers are largely unbearable. The refugee’s interviews on their reasons for flight are also held like criminal interrogations, the quality of translations is regularly critized by human rights organisations. As a result, in the fall of 2012, an array of self-organized initiatives developed, culminating in the march from Traiskirchen to Vienna. This marked the beginning of the refugee movement in Austria.
A long struggle ensued: After the march, a protest camp was set in the Sigmund-Freud-Park despite icy temperatures. Due to police repression, the refugees sought shelter in the Votivkirche. Shortly after Christmas, the camp was brutally evicted. The refugees started a hungerstrike to call attention to their situation. Due to multiple hostile acts by the police it was decided to move to the Serviten Monastery on the 3rd of March.

Even though the public authorities promised that the asylum processes of the refugees would be sent to retrial after the move, more than half of them were soon given double negative decisions. At the end of July, “Gelinderes Mittel” was imposed on 20 refugees. The people were forced to report to the police every morning. On 28 July, eight of the refugees were detained during those “routine checks” and deported in the following days. Even massive protests in front of the deportation
prison, at the airport and inside planes, could not stop the deportations.

To distract the public interest from the deportations, three of the refugees registered in the Serviten Monastery were detained under the accusation of “trafficking”. Moreover, the idea of further proceeding with §278a (the so-called “mafia-paragraph”), which has been used to criminalize protest movements in the past, was brought up.
Even thought he refugee protest has put a public spotlight on the living conditions of refugees, the responsible politicians remain inactive. Moreover, there are legal ways and means to improve the situation of the refugees and provide them with protection. But as long as the interior ministry and the government are not confronted with a united front of resistance against deportations, the racist border policy of Austria will not change. The efforts of so-called aid organisations do not result in broad public diaogue about the Refugees’ demands either.
Charity and victimizing cannot replace a assertive political protest.

So far we have not been able to make contact with all the deported refugee activists. One of them reported that his family was threatened by the Taliban directly after his deportation to Pakistan. Now the contact to him has broken off. Others refugees worry about surveillance through Pakistani security forces, because they publicly criticized the Pakistani government. During the last five years alone over 1,500 civilians have been killed in drone attacks and 300 have been seriously
injured. At the same time, 352 people died in suicide attacks.

Between 2009 and 2013, 1,030 schools and colleges have been destroyed by terrorist groups. In the province Punjab – which is claimed to be secure by the Ministry of Interior – over 7,000 people have been kidnapped during the last six months, one of them the son of the last Head of Government – he is still missing. On the whole more than 50,000 people have been killed in the last decade by bomb attacks, target killings, and other forms of catastrophic violence. The vast majority of the victims are innocent civilians caught in the crossfire between the Taliban, Pakistani government and US government. Since the recent elections in Pakistan, the state of security has worsened. There is no possibility for persecuted people to take refuge inside Pakistan.
Against Racism! Solidarity with the Refugee Protest!

Join the demonstration on the 20th of September at 4 p. in front of the Museumsquartier at Omofuma-Memorial. Final manifestation 6.30 pm in front of the detention prison next to the metro station “Rossauer Lände”.

The Refugees’ demands are:
1. Legal residence status. We cannot go back to our countries of origin, because war, terror, persecution and famine forced us to flee.
2. If Austria is not able to grant us asylum, at least erase our finger prints from your database, so that we can take refuge in other countries.

!! NO FLAGS!! The demonstration’s aim is not the political profiling of (N)GOs and parties but rather to support the Refugee Protest.

NO BORDERS, NO NATIONS, STOP DEPORTATION!!! WE WILL RISE!!

Aug 022013
 

Am 03.08. gibt es eine weitere Demonstration gegen Abschiebungen und die politischen “Normalzustände” in Österreich.
Informiert euch über weitere Termine und Aktionen und überlegt euch wie ihr euch konkret gegen Abschiebungen am jeweiligen TagX, aber auch abseits von Konkreten Abschiebungen, einbringen könnt.

Viele Infos findet ihr wie immer auf der Webseite des Refugeecamp-Vienna: https://refugeecampvienna.noblogs.org/

Informationen, laufen vor allem wenn es um die oft unübersichtliche Lage während Protesten direkt geht, über social Media vor allem twitter. Auf der folgenden Liste findet ihr einige Accounts die regelmäßig über die Situation berichten: https://twitter.com/Mahriah/refugeeprotest-wien/members
Oft werden auf twitter die Schlagwörter #refugeeprotest und #refugeecamp verwendet – ihr könnt nach den aktuellen Infos abrufen ohne das ihr euch bei twitter einen account machen müsst.

Wie immer macht es Sinn für Aktionen & Demos Bezugsgruppen zu bilden – eine kurze Erklärung was das ist findet ihr hier:
http://rechtshilfe.servus.at/infos-und-tipps/bezugsgruppen
Eine Broschüre zum Thema gibt es hier: http://www.aktionsnetzwerk.de/cms/images/stories/Material/demo1mal1/bezugsgruppenreader.pdf
Informiert euch über die Rechtliche Lage: was darf auf Demos mitgenommen werden? was gilt es zu beachten?: http://at.rechtsinfokollektiv.org/rechtsinfo/demo-teilnahme/

Ankündigungstext zur Demo:

Acht unserer Freund_innen wurden in den letzten Tagen nach Pakistan, eines der Länder mit den meisten Menschenrechtsverletzungen, abgeschoben. Für die Region gilt eine Reisewarnung, Drohnenangriffe und Selbstmordattentate passieren hier tagtäglich und dennoch schiebt die Regierung weiter Verfolgte dorthin ab.

Zwölf Flüchtlinge aus Pakistan, die dort politisch oder ethnisch verfolgt werden, haben in den vergangenen Tagen letztinstanzlich negative Asylbescheide bekommen. Das heißt, sie müssen sich nun täglich um 9 Uhr bei der Polizeistation melden, um jederzeit abgeschoben werden zu können. “Normalerweise kommen Flüchtlinge, die nach Pakistan abgeschoben werden, direkt für Monate ins Gefängnis. Da wir uns jedoch kritisch über unsere Heimat in den Medien geäußert haben und die pakistanische Regierung das mitbekommen hat, wissen wir nicht, was mit uns dort passiert. Viele Menschen verschwinden nach Abschiebungen.”, so Muhammad Numan, einer der Refugees.

Es ist auch kein Zufall, dass diese Abschiebungen knappe zwei Monate vor den Nationalratswahlen erfolgen. Es handelt sich hierbei um eine gezielte Repressionsaktion, um den selbstorganisierten Protest der Refugees zum Schweigen zu bringen und gleichzeitig auf Stimmenfang am rechten Rand zu gehen.

Auch kein Zufall sind die Anschuldigungen, die derzeit auch gegen Aktivist_innen der Refugeeproteste erhoben werden. Sie sollen als Totschlagargument dienen und die steigende Solidarität dämpfen. Ein solcher Umgang mit Menschenrechtsbewegungen hat in Österreich Tradition – Wir erinnern uns an die sogenannte Operation Spring anlässlich der Proteste gegen die Tötung Marcus Omofumas 1999. Wieder soll mit dieser Taktik der Protest zerschlagen werden.

Mit lautem und entschlossenem Widerstand werden wir uns weiterhin gegen diese menschenverachtende Abschiebepraxis und gegen den Versuch, die Flüchtlingsbewegung zu kriminalisieren, wehren. Stoppt die Hetze, stoppt die Abschiebungen in Verfolgung und Tod!

Kein Mensch ist illegal! – Unser Widerstand geht weiter
No border – no nation – stop deportations!

Wann? Samstag, 18:00
Wo? Treffpunkt Minoritenplatz vor dem BMI

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/91790

Hier die angemeldete Demoroute für den 03.08.: Treffpunkt: 18:00 Innenministerium http://t.co/Cok7DwGPbQ ‪#‎Refugeeprotest‬ ‪#‎Wien

Und mehr Infos, Spendeaufruf, Petition

Bitte unterschreiben Sie folgende Petitionen des Refugee Camps und nützen Sie unser Spendenkonto:

1. Für einen sofortigen Abschiebestopp und faire Asylverfahren für die Refugees vom Protest Camp Vienna.

2. Petition für die Forderungen des Refugee Protest Camps Vienna

3. Spendenaufruf/ donation call

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1. Petition: Nein zu Abschiebungen und unfairen Verfahren der Protestierenden Flüchtlinge. Please sign this petition to safe the lives of the refugees in protest and demand fair asylum procedures!

HTTPS://WWW.CHANGE.ORG/EN-GB/PETITIONS/STOP-THE-DEPORTATION-OF-THE-REFUGEE-ACTIVISTS-STOP-DER-ABSCHIEBUNG-DER-REFUGEEAKTIVISTEN

Abschiebungen in Länder wie Pakistan bedrohen die Leben sowie die Menschenrechte von Flüchtlingen. Niemand sollte in ein Land abgeschoben werden, wo ihn oder sie Verhaftung, Folter, politisch motivierte Strafen und Lebensgefahr droht. Der Kampf für Menschenrechte darf nicht bestraft werden!

Bitte unterschreiben Sie diese Petition um das Leben dieser Flüchtlinge zu schützen!

Deportations to countries like Pakistan threaten the life of refugees and their human rights. Noone should be deported to a country, where he or she´ll get arrested, face torture, politically motivated punishments and mortal risk. The struggle for human rights must not be sanctioned!

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2. Petition: Erklärung zur Unterstützung der protestierenden Flüchtlinge / Declaration of Support and Solidarity with the Refugees in Protest
http://refugeecampvienna.noblogs.org/support/petition/
Mit dieser Erklärung tragen Sie dazu bei, breite Unterstützung für die Forderungen der Flüchtlinge anzuregen. Solidarisieren Sie sich ausdrücklich mit ihrem Akt der Zivilcourage und ihrem Kampf für mehr Rechte und Demokratie.
Please sign this declaration to generate broader support for the refugee’s demands. Let´s stand in solidarity with their courageous act of civil disobedience and with their struggles for more rights and democracy.
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3. Spendenaufruf/ donation call:

http://refugeecampvienna.noblogs.org/donate/

Spendenkonto: Verein FACETTEN, PSK-Konto: 10110146260 BLZ: 60000. BIC:OPSKATWW.IBAN:AT146000010110146260.

Die Refugee Protest Bewegung Vienna braucht Ihre / Eure Unterstützung!

Der gemeinsame Kampf für eine humane und gerechtes Asylpolitik muss weitergehen!

Acht unserer Freund*innen wurden am 29. und 30. Juli 2013 nach Pakistan abgeschoben. Pakistan gilt als eines der Länder mit den meisten Menschenrechtsverletzungen und die Sicherheitslage verschlechtert sich auf Grund von Drohnenangriffen, Selbstmordattentaten, Verschleppungen und Verfolgung (durch Geheimdienst und Taliban) tagtäglich. Dennoch schiebt die Regierung weiter Verfolgte dorthin ab. Ohne nähere Überprüfung der aktuellen Situation werden im Gegensatz zu anderen EU Mitgliedsstaaten 99% der Asylanträge von Pakistanis in Österreich abgewiesen.
Über zwölf pakistanische Flüchtlinge des Refugee Protest Camps Vienna, die in ihrem Heimatland politisch oder ethnisch verfolgt werden, wurde nun „gelinderes Mittel“ verhängt. Das heißt, sie müssen sich nun täglich um 9 Uhr Früh bei Polizeistationen melden. Abschiebung droht akut!

Das können wir nicht verantworten! Die Forderungen nach einem menschenwürdigen Asylsystem müssen sofort umgesetzt werden!
Während der vergangen zehn Monate der Wiener Refugeebewegung, die im Oktober 2012 startete, haben Refugees aus verschiedensten Ländern extreme Strapazen auf sich genommen, um auf die katastrophale Situation von Flüchtlingen europaweit aufmerksam zu machen und ihre Forderungen nach menschenwürdiger Behandlung an die Öffentlichkeit zu bringen.

Obwohl das Innenministerium medial zugesichert hat, dass die Flüchtlinge aus den Bundesländern zu angemeldeten Demonstrationen kommen dürfen, wurden Strafen dafür verhängt und Fristen versäumt, weil ihnen in der Folge Zugang sowohl zu ihren Dokumenten als auch zu Post verwehrt wurde. Deshalb erhielt kein einziger Teilnehmer des Refugee Protest Camps ein fehlerfreies, rechtmäßiges Asylverfahren, so Dr. Lennart Binder über seine Mandanten. Da viele dadurch außerdem aus der Grundversorgung gestrichen wurden, sind die Flüchtlinge für die Kosten des täglichen Lebens auf Spenden angewiesen.

Durch Verfahrensmängel verursachte Benachteiligungen der Geflüchteten des Refugee Protest müssen sofort korrigiert werden. Alles andere spricht dem Rechtsstaat Österreich Hohn!

Bitte unterstützen Sie uns! Viele der protestierenden Flüchtlinge benötigen dringend eine kostenintensive anwaltliche Vertretung, um vor Abschiebung und der Gefahr von Haft, Folter und Tod im Herkunftsland geschützt zu werden. Wir rechnen mit vielen tausend Euro Honorarkosten für anwaltliche Vertretungen. Zusätzlich werden die Refugge-Aktivisten und Supporter*innen andauernd von Repressalien und Strafverfolgungen auf Grund ihres politischen Engagements bedroht.

Wir bitten Sie dringend um finanzielle Unterstützung! Geben Sie bitte an, welche der folgenden dringenden Ausgaben Sie übernehmen können:

Anwaltliche Kosten der Personen mit negativen Asylbescheiden

Verwaltungsgebühren für unverschuldete Fristversäumnisse und Repression wegen Demoteilnahme und menschenrechtspolitischer Arbeit

Finanziellen Unterstützung derjenigen, die nach wie vor keine Grundversorgung für Essen und den täglichen Bedarf erhalten

Notfälle und medizinische Versorgung, auch Krisenintervention und psychologische Betreuung bei Traumatisierung

Plakate, Flyer und Transparente, Presseaussendungen, Transportkosten, Internet und Telefonie für ständige Veranstaltungen des Refugee Protests Vienna

Spendenkonto: Verein FACETTEN, PSK-Konto: 10110146260 BLZ: 60000. BIC:OPSKATWW.IBAN:AT146000010110146260.

Jun 122013
 

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Electronic Neon Rave

20:00h @Kaleidoskop Schönbrunnerstraße 91, 1050 Wien

Die Neon Rave Crew wird diesen Donnerstag zum unvergesslichsten Abend seit deiner letzten Rave Party machen (hoffentlich kannst du dich diesmal dran erinnern…)

Das Producer-Duo Bot+Bot II werden mit einem 2 Stunden Liveset die dreckigen Holzbalken des Kaleidoskops zum Bersten bringen. Visuelles Eye-Candy (by rosa_Pony) und Fancy Neon Deco bringen das mehr als volle Fass dann so zum überlaufen, dass du dir wünschen wirst, die Nacht würde nie enden. Rave in, Rave out, thats what it´s about.

Oh, wait: auch das legendäre Genderbender-Flummi und Trispin, die Kaleido*Allstars, werden eure Ohren mit Tinnitus-Tönen und kränken-Klängen versorgen. Bring your sunflower-hair-scruffy, your supalova shades, glitter, ein bauchfreies Top und eure alten, längst vergammelten Ecstasy-pillen.

!!!RAVE*HARDTRANCE*90ies OLDSCHOOL TECHNO*EBM*MNML*HOUSE*ELECTRONIC LIVE SET!!!

Dress and drag up! Queer in, come out and rave on! nz nz nz

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Mai 242013
 

Circus-PARTY nach dem VartiatEKH >>> Solifest für zeugxpool & transportsyndicars
für selbstorganisierte Infrastruktur

am Samstag 01.06. im EKH
wo? Wielandgasse 2-4 1100 Wien, Austria
ab ~22h >> inkl. cocktailbar, Infozeugx und Solisachen
Die freie Spende fließt in zwei Infrastrukturprojekte aus dem Netzwerk KuKuMA. Über Transportsyndicars können seit Sommer 2011 Busse auf kostendeckender Basis ausgeborgt werden – ohne zusätzliche Spenden ist aufgrund von Reperaturkosten und Strafen ein weiterbetrieb nicht möglich. Der Zeugxpool stellt seit rund drei Jahren ein Soundsystem, Aggregate, Technik, Planen, Mikrophon und Aktionsbedarf zur Verfügung.

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LineUp:
Cafe Olga Sanchzes
Balkan-Latino-Melange
Tritt ein ins Café Olga Sánchez und lass dich überraschen! Lass dich verzaubern, lass dich mitreißen!

herzinger 125 bpm
live Electro mit Gitarre, Schlagzeug, Synth.
feat Members of Zivatar Utca

ENKO
clowncore, idm, tekno

F
zirkus, balkan, electronic

Mehr Infos zum LineUp:
Café Olga Sánchez sind Acht Musikerinnen und Musiker aus Wien, die seit 2008 als Band aktiv sind. Bei den Konzerten wird dabei die Bühne zum Café und dieses wiederum zum Spielort verschiedener Musikalischer Richtungen. Die Bandbreite reicht dabei von Rap auf Vorarlbergisch über Brasilianische Einflüsse hin zu Raggaton. Sprachlich variiert das Café zwischen russische, portugiesische, französische, dialektdeutsche Wort.
Mehr Infos über, und Kontakte zur Band findet ihr unter:
http://www.myspace.com/cafeolgasanchez
http://fm4.orf.at/soundpark/c/cafolgasnchez/
https://www.facebook.com/cafeolgasanchez.vienna

Mai 222013
 

freiräumen_bild

FilmScreening “Freiräumen – die Politik des do-it-yourself”
und Diskussion “Freiraum?”

27.05.2013 – 20h Film (90min) anschließend Diskussion
Ort: PCAP (Post-Conceptual Art Practices) Semperdepot 2.Stock, Lehargasse 6

Im Anschluss an den Dokumentarfilm (Start 20h) gibt es eine offene Diskussionsrunde zum Spannungsfeld “Freiraum”. Dabei sollen verschiedene Fragestellungen diskutiert werden und ein Austausch zu den Möglichkeiten, Problemen, An- und Widersprüchen von selbstorganisierten “Frei”Räumen stattfinden.

Mehr Infos unter: https://www.kukuma.org/blog/ai1ec_event/filmscreening-freiraumen-die-politik-des-do-it-yourself-diskussion/

Mai 212013
 

Workshop-Reihe Kommunikationsguerilla
Subvertising? Barbie Liberation Organisation? Unsichtbares Theater?
Eine Workshop-Reihe für alle Menschen die Werbung verändern und Raum aneignen wollen, die wissen wollen was „Adbusting“ ist und wie Faken funktioniert.

Kommunikationsguerilla ist ein Sammelbegriff für politische und künstlerische Strategien, die die Gemeinsamkeit haben, vorhandene Kommunikationsstrukturen kreativ bis subversiv zu nutzen. Die Methoden ermöglichen es, aus einer unterdrückten, bzw. benachteiligten Position heraus, gezielt in politische und kulturelle Debatten einzugreifen und diese zu beeinflussen.
Im WS werden verschiedene Formen der Veränderung von Werbung, Unsichtbares Theater, Pink and Silver und vieles mehr behandelt. Mittels der verschiedenen Methoden kann beispielsweise sexistische Werbung gezielt kritisiert und verändert werden. Konkrete Handlungsmöglichkeiten, Unterdrückungsformen kreativ zu begegnen werden greifbar.

Die Workshop-Reihe besteht aus 5 Terminen im Zeitraum vom 25.05 – 16.06.2013. Sie beginnt mit zwei identischen einführenden Workshops, es folgt die Präsentation von Praxisbeispielen in Form eines Kinoabends, dann ein praktischer Teil zur Planung und Vorbereitung einer eigenen Idee, anschließend ein einwöchiger Zeitraum zur individuellen praktischen Umsetzung der Idee(n) und abschließend eine gemeinsame Reflexion der durchgeführten Aktionen.
Alle Termine können auch einzeln besucht werden. Falls noch keine oder wenig Kenntnisse zum Thema Kommunikationsguerilla vorhanden sind, empfehlen wir jedoch den Besuch eines einführenden Workshops (Sa, 25.05.2013, 12-18.00 oder Di, 28.05.2013, 14-20.00) als Grundlage für die weiteren Termine.
Anmeldung bitte unter: workshops@kukuma.org. Eine Anmeldung hilft uns bei der Planung.

Falls ihr eine Kopie des Filmmaterials der am Kinoabend vorgeführten praktischen Beispiele wollt – USB-Stick oder Festplatte mitnehmen, auch sonst wollen wir relevantes Info-Material austauschen!

Wir freuen uns auf euch!
Das Team Kommunikationsguerilla

Details zu den Terminen:
BASICS (Sa, 25.05.2013, 12-18.00 oder Di, 28.05.2013, 14-20.00)
Die zwei identischen 6-stündigen Einführungs-Workshops sollen eine erste Annäherung an das Thema ermöglichen. Inhaltlich geht es um theoretische Hintergründe, einen Überblick über konkrete praktische Methoden, einige Praxisbeispiele und den Bezug zur persönlichen Lebenswirklichkeit der Teilnehmenden. Und natürlich gibt es eine Pause (:
Ort:
Sa, 25.05. PerpetuuMobile 2.3 (Geibelgasse 23, 1150 Wien). Öffis: U6 Gumpendorferstraße / 52, 58 Kranzgasse / 12A Henriettenplatz
Di, 28.05. Kaleidoskop (Schönbrunnerstr. 91, 1050 Wien). Öffis: U4, 13A Pilgramgasse / 12A, 14A Reimprechtsdorfer Brücke

KINO-ABEND (Do, 06.06.2013, 18-24.00)
Am Kinoabend wird Filmmaterial über besonders gelungene oder interessante Kommunikationsguerilla-Aktionen der Vergangenheit gezeigt. Inspirationen aus Wien und international.
Ort: Kaleidoskop (Schönbrunnerstr. 91, 1050 Wien). Öffis: U4, 13A Pilgramgasse / 12A, 14A Reimprechtsdorfer Brücke

PRAXIS-WERKSTATT (So, 09.06.2013, 10-20.00)
Einen Raum voller Materialien, Tipps zur Anwendung, eine Gruppe motivierter Aktivist_innen und einen ganzen Tag Zeit – was braucht mensch mehr, um die schönsten Kommunikationsguerilla-Interventionen vorzubereiten?
Ort: PerpetuuMobile 2.3 (Geibelgasse 23, 1150 Wien). Öffis: U6 Gumpendorferstraße / 52, 58 Kranzgasse / 12A Henriettenplatz
EIGENSTÄNDIGE DURCHFÜHRUNG (Mo, 10.06 – Sa, 15.06)
Es gibt eine Woche Zeit um die geplanten & vorbereiteten Ideen allein oder in Gruppen durchzuführen.

REFLEXION, VERNETZUNG, AUSBLICK (So, 16.06.2013, ab 14.00-Ende offen)
Erfahrungsberichte und Evaluation der Aktionen. Nachbesprechung evtl. aufgetretener Probleme und Weiterentwicklung der Aktionen. Vernetzung & Ideensammlung für zukünftige Interventionen.
Ort: bekommt ihr mitgeteilt, wenn ihr an den Praxis Treffen mitmacht.

Abschließend nochmal die Termin-Übersicht:
Sa, 25.05. (12-18h): BASICS (Einführungs-Workshop á 6h) im PerpetuuMobile 2.3 …
…oder Di, 28.05. (14-20h): BASICS (Einführungs-Workshop á 6h) im Kaleidoskop
Do, 06.06. (18-24h): KINO-ABEND im Kaleidoskop
So, 09.06. (10-20h): PRAXIS-WERKSTATT im PerpetuuMobile 2.3
Mo, 10.06 – Sa, 15.06: DURCHFÜHRUNG der entwickelten Ideen (individuell oder in Gruppen)
So, 16.06 (ab 14.00-Ende offen): REFLEXION, VERNETZUNG, AUSBLICK

Die Termine sind wie gesagt inhaltlich aufbauend, können jedoch auch (abgesehen vom Reflexionstreffen) einzeln besucht werden. Die Einführungs-WSs bilden für Menschen ohne Vorkenntnisse jedoch die Grundlage für einen sinnvollen Einstieg in die weiteren Workshops. Anmeldung unter: workshops@kukuma.org
Es ist auch möglich einfach spontan vorbeizukommen (sollte die Gruppe bei den Basic- oder beim Praxis-Teil jedoch zu groß werden, was bei ca. 14 Personen liegt, dann haben Leute die sich angemeldet haben jedenfalls einen fixen Platz.

Wir freuen uns auf euch!
Das Team Kommunikationsguerilla

Mai 092013
 

Seit 04.05. gibt es in Wien Donaufeld (Drygalskiweg 49, im 21.) eine Raumnahme der Gruppe SoliLA. Bereits letztes Jahr wurde mit dem Anspruch eine Gemeinschaftsunterstütze Landwirtschaft (Community-Supported Agriculture) aufzubauen eine Fläche in Jedlersdorf (im Besitz der Universität für Bodenkultur) besetzt, die dann brutal von der Polizei geräumt wurde;

Dazu gibt es eine Kurzdoku:

Gekommen um zu bleiben from Schwarze Rettich on Vimeo.

Hier der Aktuelle Flyer für 2013

Inzwischen gibt es auch eine Petition auf die wir gerne verweisen und die wir unterstützen:
https://www.openpetition.de/petition/online/solidarisch-landwirtschaften-solila-bleibt

Hier noch ein kurzer Bericht von WienTV:

Aktuelle Infos sowie Programm findet ihr unter:
http://17april.blogsport.eu/
Info- und Pressetelefon: 068181190065
E-mail: schwarzerettich@riseup.net

Apr 212013
 

MAYDAY Parade 2013
Die jährliche MAYDAY-Parade steht vor der Türe. Der 1. Mai wird wieder zum Anlass genommen, um lustvoll und gemeinschaftlich die Straßen Wiens zu erobern. Prekarisierung wird dabei anhand verschiedener Stationen während der Parade thematisiert.
*** Treffpunkt 14h: Yppenplatz (1160 Wien)

MAYDAY! MAYDAY!
no borders! no precarity!
http://mayday-wien.org

Apr 092013
 

heal the soil - csa
Wir freuen uns auf den Web-Blog von Sara zu verweisen – bis vor kurzen hat sie in Wien die Permakultur Workshop-Reihe mitorganisiert – nun ist sie in Indien bei einer selbstorganisierten Kooperative aktiv.

http://saraschaupp.blogspot.in/

„Heal the Soil“ ist eine kleine Bewegung in Kottakarai, einem Dorf im Süden Indiens, mit der Vision, ein Experimentierfeld für naturnahe und nachhaltigen Lebensweise zu eröffnen. Nahe der internationalen Stadt Auroville eröffnet ein Stückchen Land mit dem Namen „Sapney Farm“ Voluntär*innen aus aller Welt ein Versuchsfeld für Permakultur und selbstorganisierte Projektgestaltung. Sapney Farm, benannt nach dem tamilischen Wort für „Traum“, entstand vor drei Jahren und ist nach wie vor im Aufbau. Die langfristige Vision ist es, gemeinsam mit Familien aus Kottakarai und ihren Hausgärten eine Lebensmittel-kooperative zu gründen. Es liegt noch viel vor uns, um dieses Ziel zu erreichen. Die Erfahrungen, die ich als Freiwillige Mitarbeiterin für ein Jahr bei „Heal the Soil“ mache, werde ich auf diesem Blog teilen. Schaut euch um, lest euch ein, kommentiert, stellt Fragen und tragt dazu bei, hier ein Forum für einen lebendigen Austausch zu schaffen!
Ich wünsch’ euch eine spannende Zeit beim Lesen dieses Blogs und freue mich auf eure Beiträge!

Sara,
Langzeit-Voluntärin bei „Heal the Soil“