Aug 252009
 

28.09. – 03.10.09:
Aktionswoche gegen Überwachung

Kameras um fast jede Ecke, ob auf der Straße, in der U-Bahn oder im Supermarkt, biometrische Daten im Pass, Online-Überwachung, Telefonortung, Überwachung und Repression gegen Tierrechtler_innen… Die Liste privater und staatlicher Überwachungsmaßnahmen scheint endlos zu sein. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu neuen gesetzlichen “Lockerungen”.

Wir wollen uns mit Überwachung im öffentlichen Raum und den damit verbundenen Normierungsmechanismen und Rassismen auseinandersetzen, mit Überwachung im Internet und Themen wie “Selbstüberwachung” und unsensiblem Umgang mit eigenen Daten, mit staatlicher Überwachung und der damit einhergehenden Repression und und und…

Daher machen wir eine Aktionswoche zum Themenkomplex Überwachung und freuen uns, wenn ihr euch daran beteiligt, zu unseren Veranstaltungen schaut oder selbst Aktionen plant.

Euer CCTV – Central Comitee Totale Verunsicherung

Programm / Überblick

Mo, 28.09.: Überwachung – Entwicklung / Gesetzeslage / (kreative) Widerstandsformen

Di, 29.09.: Picknick gegen Überwachung (Kundgebung) + Aktion: “Google dich selbst”

Mi, 30.09.: [K]ein absurdes Theater – §278a

Do, 01.10.: Tor: Anonymität online

Fr, 02.10.: Filmabend “Meine Daten und ich”

Sa, 03.10.: Straßeninterview-Screening und Diskussion

Weiter zum Detail- Programm & Folder

– Folder


Programm / Details
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Montag, 28. September:
ThemenAbend Überwachung
Entwicklung / Gesetzeslage / (kreative) Widerstandsformen

Thematisch soll ein Überblick darüber verschafft werden, wie sich verschiedene Formen von Überwachung in den letzten Jahren (speziell in Österreich) entwickelt haben. Darüber hinaus sollen Formen kreativen Widerstands und Möglichkeiten von Strategien im Umgang mit der Thematik gezeigt und diskutiert werden.

Fragestellungen:
Wie ist die rechtliche Lage?
Welche Formen von Überwachung gibt es?
Was gibt es an Widerstand dagegen?
Wie können kreative Umgangsformen mit Überwachung aussehen?
Zu diesen und anderen Themen gibt’s Kurzfilme, Input, Diskussion, und Informationsmaterial.

Mit dabei:
Annegang – Magazin zur Überwindung der inneren Sicherheit
Initiative Autonome Überwachung (angefragt)

eine Veranstaltung von KuKuMA

Mo, 28.9.2009 um 19:30 im Kaleidoskop, Schönbrunnerstraße 91, 1050 Wien

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Dienstag, 29. September:
Picknick gegen Überwachung (Kundgebung)
+ Aktion: “Google dich selbst oder: Was weiß das Internet über dich?”

Privatsphäre baba, das ist der aktuelle Stand der Dinge. Und keine_n scheint’s zu stören. Keine_n? Mitnichten! Uns stört es und zwar gewaltig! Wir fallen nicht auf das Gewäsch der Medien rein. “Steigende Kriminalität”, “Sicherheit durch mehr Polizei”, “mehr Befugnisse für die Behörden” – alles blabla, das lediglich Angst erzeugen und als “Rechtfertigung” für noch mehr Überwachungsmaßnahmen dienen soll. Es geht um Kontrolle. Kontrolle der Handybewegungsdaten, Kontrolle der Internetverbindungen, Kontrolle von Taschen, Kontrolle von Bewegung im öffentlichen Raum… Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle. Überwachung ist allgegenwärtig, ob am Arbeitsplatz, in der U-Bahn, in der Schule … du kommst dem nicht aus.
Schluss damit! Gegen den Überwachungswahn – ob Staat oder Privat! Freiheit statt Angst!

Im Rahmen der Kundgebung findet auch die Aktion “Google dich selbst oder: Was weiß das Internet über dich?” statt:

Gerade mit der steigenden Verbreitung von Social Web-Services wandern immer größere Mengen an privaten Informationen über unser aller Leben ins Internet. Peinliche Fotos auf Facebook? Telefonnummer und Adresse bei Herold? In einer Aktion wollen wir zeigen, was sich alles mit wenigen Handgriffen über eine Person herausfinden lässt. Es geht uns bei der Aktion nicht darum, die Paranoia vor der “Datenkrake Internet” zu schüren, sondern zum Nachdenken über den all zu unbedarften Umgang mit unser aller Daten anzuregen. Im besten Fall entstehen daraus Überlegungen und Konzepte, wie wir alle verantwortungsvoller mit den Möglichkeiten des Internets umgehen können.

Nimm deine Ideen, Freund_innen und lecker Essen mit zur Kundgebung am Praterstern (einem sehr intensiv überwachten Platz)
Achtung: bei Schlechtwetter (Regen, Hagel, Schneefall, Eiszeit) wird verschoben auf – watch out to be announced!

eine Veranstaltung des Central Comitees Totale Verunsicherung (CCTV)

Di, 29.9.2009 um 16:00 am Praterstern

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Mittwoch, 30. September:
[K]ein absurdes Theater – §278a
Lesung aus den Akten und anschließende Soli-Party für die nach §278a angeklagten Aktivist_innen

Die Ermittlungen nach §278a Strafgesetzbuch – Mitgliedschaft oder Gründung einer kriminellen Vereinigung – gegen die Tierschutz-, Tierrechts- und Tierbefreiungsszene wurden jahrelang mit exzessiven Überwachungsmethoden geführt. Wir werden aus den Akten lesen: Unterhaltsames, Absurdes, Erschreckendes und werden damit Einblick in Überwachungs- und Ermittlungsmethoden geben.

Anschließend Soli-Party für die nach §278a angeklagten Aktivist_innen!

eine Veranstaltung der Basisgruppe Tierrechte (BAT) im que[e]r

Mi, 30.9.2009 um 20:00 in der W23, Wipplingerstr. 23, 1010 Wien

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Donnerstag, 01. Oktober:
Tor: Anonymität online

Inzwischen gehört es zu unserem Alltag, im Netz Nachrichten zu lesen, uns Informationen zu beschaffen, Kontakte zu pflegen, zu arbeiten u.v.m. Dabei hinterlassen wir eine Menge Spuren. Tor ist eine freie Software und ein offenes Netzwerk, das dir hilft dich gegen eine Analyse deiner Verbindungsdaten – eine Form der Überwachung von Netzwerken – zu schützen und damit deine persönliche Freiheit und Privatsphäre.

Warum gibt es Tor? Was ist denn das und wie funktioniert es? Wo ist der Einsatz sinnvoll und wovor kann Tor nicht schützen? Dies und mehr wollen wir klären, deswegen laden wir alle die sich anonym im Netz bewegen wollen zum Tor Vortrag mit anschließender Diskussions-/Frage-/Praxisrunde ein (natürlich sind auch eure notebooks herzlich willkommen ).

hosted by tech:babbel

Do, 1.10.2009 um 17:00 in der W23, Wipplingerstr. 23, 1010 Wien

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Freitag, 02. Oktober:
Filmabend “Meine Daten und ich”

Im Rahmen der Überwachungswoche zeigt die Bibliothek von unten den Film “Meine Daten und ich”, der sich mit Überwachung und Datensammlung durch Staat, Banken, Konzerne, Arbeitsamt… beschäftigt. Der Film geht auf aktuelle Entwicklungen in Deutschland ein und versucht Darstellungen von beiden Seiten zu bringen. Dabei stößt er jedoch immer wieder an die Grenzen von Informationsbereitschaft seitens der Überwacher_innen. Da die ersten 15 Minuten nur dem Selbstdarstellungsdrang des Filmemachers dienen und thematisch nicht relevant sind, zeigen wir eine leicht gekürzte Fassung des Films (der im Anschluss aber in der Bibliothek ausgeborgt werden kann).

Meine Daten und ich, D., 2009, R.: Philipp Eichholtz

eine Veranstaltung der Bibliothek – von unten

Fr, 2.10.2009 um 20:00 in der W23, Wipplingerstr. 23, 1010 Wien

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Samstag, 03. Oktober:
Straßeninterview-Screening und…
… anschließende Diskussionsrunde zu Überwachung im öffentlichen Raum

Kameras lassen sich mittlerweile um fast jede Ecke finden, ob auf der Straße, in der U-Bahn oder im Supermarkt… Wir haben Leute auf der Straße befragt, was sie mit Kameras im öffentlichen Raum verbinden, was sie von ihnen halten, was für sie Überwachung ist, aufgrund welcher Kriterien Menschen mehr überwacht werden als andere und vieles mehr.

Wir wollen die Interviewaufnahmen zeigen und im Anschluss selbst über Kameras und Überwachung im öffentlichen Raum diskutieren.

eine Veranstaltung der Rosa Antifa Wien (RAW)

Sa, 3.10.2009 um 17:00 im Rahmen der Aktionswoche des Hausprojektes (Ort siehe: http://hausprojekt.noblogs.org/)

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